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Die Gefahren für unseren einheimischen Braunbrustigel

sind vielfältig und er gerät zunehmend in große Not.

Darum kümmere ich mich mit viel Herzblut bereits seit

über 10 Jahren u.a. um diese bedrohte Tierart.

Fast 500 Tiere wurden mittlerweile aufgezogen, behandelt,

gepäppelt, medizinisch versorgt und überwintert.

Es kostet enorm viel Zeit, Kraft, Geld und jede Menge Nerven,

aber jedes einzelne kleine Leben ist es wert!

Donnerstag, 6. Juni 2019

R.I.P geliebter Speedy 🌈😭🐾







Nach langem Kampf, den Du tapter ertragen hast, 
musste ich Dich heute gehen lassen 😭😭😭
Du wirst uns fehlen 💔



Montag, 11. März 2019

Bericht über Igel im Tauberpegel 2019



                    
Naturschutzgruppe Taubergrund e.V.                                                                                                                Seite 







Der Igel –                                         
erdgeschichtlich gehört er zu den ältesten Säugetieren unserer Erde. Er ist dämmerungs- und nachtaktiv, ein Insektenfresser und hält Winterschlaf.
Igel verfügen über einen hervorragenden Geruchssinn und ihr Gehör reicht weit bis in den Ultraschallbereich hinein. Ihr Sehvermögen dagegen ist nur mäßig ausgeprägt.
Eine Besonderheit ist das Jacobsonsche Organ, ein zusätzliches Sinnesorgan, welches den Igel veranlasst, schaumigen Speichel unter großen Verrenkungen auf seinen Rücken zu spucken. Diese Eigenart der Igel hat natürlich nichts mit Tollwut zu tun.
Die manigfaltigen Eingriffe in unsere Natur bringen den Igel immer mehr in Not. Das Verschwinden von Hecken als Unterschlüpfe und den rapiden Rückgang der Insekten, seinen natürlichen Nahrungstieren, erschweren den kleinen Stachelkobolden zunehmend das Überleben. Lag die Lebenserfahrung eines Igels früher bei 7 – 8 Jahren, so erreicht er heute meist nur noch ein Lebensalter von 2 – 4 Jahren.
Die Gefahren sind vielfältig – allzu aufgeräumte Gärten, der Einsatz von Chemie nicht nur in der Landwirtschaft, Rasenmäher, Tellersensen, Laubsauger, sowie Zäune, Netze, Gruben und Kellertreppen. Auch Teiche, Plastikmüll, Müllsäcke und last but not least Mäuse-bzw. Rattenfallen und Giftköder. Nicht zu vergessen die Garten – und Brauchtumsfeuer und natürlich der Straßenverkehr.
Ein naturfreundlicher Garten, der auch den einheimischen Insekten eine Kinderstube und Nahrungsquelle bietet, sowie durchlässige Zäune, liegengebliebenes Laub und im Sommer diverse Wasserschälchen wären schon eine große Hilfe für die kleinen Stachler. Auch das Zufüttern in nahrungsarmen Zeiten rettet so manches Igelleben. Dabei gilt es zu beachten, dass niemals Milch gegeben werden darf, denn Igel sind hochgradig Lactoseintolerant!  Sie sind Insektenfresser und ihre natürliche Nahrung sind Laufkäfer, Ohrwürmer, Larven von Faltern, Regenwürmer, andere Insekten und auch Schnecken. Igel fressen kein Obst oder Gemüse und sind keine Nager.
Ihr Nahrungsspektrum verrät bereits, dass für sie im Winter keine natürliche Nahrung verfügbar ist. Somit bereiten sie sich im Herbst auf den Winterschlaf vor. Zuerst gehen die Igelmännchen – oft schon im Oktober- in den Winterschlaf, dann folgen die Weibchen und als letztes die Jungtiere, die häufig noch bis zum Frosteinbruch auf Futtersuche sind.

Dies hängt auch damit zusammen, dass die Hauptwurfzeit in Deutschland zu 80 % im August und September liegt, je nach Witterung und Klima in der Region.

Um das nötige Winterschlafgewicht zu erreichen, welches zwischen 600 und 800 Gramm liegt, muss sich der kleine Stachelritter noch ordentlich Fettreserven anfressen. Bei den heutigen Gegebenheiten kein leichtes Unterfangen.
Der Winterschlaf ist kein gewöhnlicher Schlaf, denn sämtliche Körperfunktionen werden auf ein Minimum herabgesetzt. So wird die Herztätigkeit von ca. 180 Schlägen pro Minute auf etwa 8 Schläge pro Minute verringert, sie atmen lediglich 3-4mal anstatt 40-50mal pro Minute und die Körpertemperatur sinkt von 36 Grad auf 5 Grad ab. Der Gewichtsverlust eines Igels während des Winterschlafs beträgt 20-40 % seines Körpergewichts.
Immer mehr Igel sind immer häufiger auf menschliche Hilfe und Unterstützung angewiesen. Doch Vorsicht –
              Nicht jeder Igel braucht Hilfe – aber jede Hilfe muss richtig sein!
Igel stehen unter Naturschutz und dürfen nur aus dringlichen Gründen aufgenommen werden. Sie müssen sach- und fachgerecht versorgt werden und im Anschluss unverzüglich wieder in die Freiheit entlassen werden.
Die Grundregeln für Igel-Finder sind nicht kompliziert: Finger weg von in der Dämmerung oder nachts entdeckten Igeln mit klaren Knopfaugen, sie gehören in die Natur. Tagsüber gefundene Igel sind unabhängig vom Gewicht fast immer sehr krank und in großer Not und müssen in fachkundige Hände. Hier gilt es zu beachten, dass längst nicht jeder Tierarzt über umfangreiches Wissen bezüglich Igeln verfügt. Hilfestellung zu allen Themen findet man unter www.Pro-Igel.de.
Gut erkennbare Merkmale über die Hilfsbedürftigkeit von Igeln sind auch, wenn sich die runden Knopfaugen zu kleinen Schlitzen verengt haben, die eigentlich hinten dickeren Tiere fast walzenförmig sind oder der normalerweise unsichtbare Hals durch eine Hungerfalte erkennbar wird. Weitere Anzeichen sind im Kot ablesbar: ist der grünlich, schleimig oder gar blutig, ist höchste Eile geboten.
Ebenso benötigen Igel Hilfe, wenn sie im Oktober unter 350 Gramm wiegen oder Mitte November noch unter 500 Gramm auf die Waage bringen oder bei Dauerfrost, Schnee und Eis unterwegs sind. Eine Behandlung oder Fütterung darf nur erfolgen, wenn das Tier aufgewärmt ist. Links, Infos und Hilfestellung findet man auch auf meinem Blog: Igeline + Co >  http://aisleng.blogspot.com <
Verfasser: Christine Kilimann -Igel-Nothilfe-Taubertal-


Samstag, 9. März 2019

Igel Lucy zu Besuch bei der Naturschutzgruppe Taubergrund

Igelmädchen Lucy 

Zwar schreiben wir bereits den 09. März, aber ich möchte noch einen 
Beitrag aus Januar hinzufügen, bei dem eine gute Bekannte
den Kontakt zur Naturschutzgruppe Taubergrund MGH herstellte.

Kurzerhand erhielt ich eine Einladung, die Kindergruppe
"Tauberhüpfer" zu besuchen und ihnen etwas über Igel zu erzählen,
denn sie hatten am nächsten Tag das Thema 
"Was macht der Igel im Winter ?"
Das passte 👍

Dieser Einladung kam ich sehr gern nach, denn noch immer
wissen die meisten Menschen noch viel zu wenig über 
unsere einheimischen Stachelkobolde.

Zwar waren tatsächlich schon fast alle Igel in ihren 
Außengehegen, um dort Winterschlaf zu halten,
aber längst nicht alle hielten sich daran :-)

Lucy war auf Grund ihrer starken Gewichtsschwankungen
ohnehin noch nicht umgezogen und so durfte Sie mit.
Nichts erreicht Kinder und Menschen generell
mehr, als ein lebendiges Wesen - quasi zum "Anfassen".
Auch wenn die Kinder schnell feststellen mussten, 
dass diese, kuschelig aussehende Kugel mit Knopfaugen 
und Stupsnase sich so gar nicht kuschelig anfühlte 😮😊


Aufmerksam betrachten die Kids das Igelkind




Lucy war unübersehbar der Star in dieser Runde 


Es kam ein reger Austausch in Gang 
und so manches Kind konnte auch 
von Begegnungen mit Igeln im
 eigenen Garten berichten.



























🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾



Rechts im Hintergrund kann man in einer Holzkiste ein Hornissennest erkennen.
Dies wurde bei Elfi auf dem Dachboden entdeckt und als beeindruckendes 
Anschauungsobjekt für die Kinder abgenommen.
Wie ich finde - eine tolle Idee 👍

Anbei noch einige Fotos vom Originalstandort:

Eine imposante Größe !




Das Einflugloch für die Hornissen


Zwei Wespennester unweit davon 

Es sind faszinierende und filigrane Gebilde, die über eine erstaunliche Stabilität 
verfügen. Wie schön, dass es überhaupt noch solche Dachböden gibt,
 auf denen diese Tiere ungestört und geduldet ihren Lebenszyklus leben können. 
👍👍👍


Super ist es auch, dass die Kinder bereits in ganz jungen Jahren mit 
vielen Themen rund um die Natur und ihren Tieren in 
Berührung kommen und vieles darüber erfahren.

Ich hoffe, der Besuch mit Lucy konnte dazu beitragen,
einen kleinen Einblick in das Leben dieser stacheligen Artgenossen zu bekommen.
Eine wichtige Voraussetzung für den Natur- und Tierschutz und den 
Erhalt der Artenvielfalt.           


Es lohnt sich in jedem Fall auch mal ein Blick auf die Homepage  



Über Igel wird es dort auch einen kleinen Bericht geben - 
unter Downloads findet man diesen ab Ende März 
im Jahresheft "Tauberpegel 2019"

Für alle, die jetzt schon neugierig darauf sind - folgt der Text im nächsten Post 😉




Samstag, 2. Februar 2019

Die letzten Igel-Notfälle aus 2018

Wunderschöne Eiskristalle

Inzwischen ist es Winter geworden, auch wenn dieser öfter mal die 
Richtung wechselt :-) Mal gibt es satte Minusgrade und dann
wird es wieder milder und regnet.

Die beiden letzten Igel-Notfälle konnten noch gar nicht veröffentlicht werden,
da mittlerweile 21 Igel zu versorgen waren. Die Aufrüstung für die 
Wintergehege lief auf Hochtouren und nahm jede freie Minute
in Anspruch, damit die Unterbringung ermöglicht werden konnte.

Am 04.12.18 kam Lucy mit 314 Gramm. Sie war davor über eine Woche
bei ihrer Finderin Sabine K. - nahm aber nicht zu.
Hier kam sie an und hatte ordentlich Flöhe im Gepäck. Sie futterte reichlich
und mindestens genauso viel hinterließ sie dann auch 💩

Lucy 

Dennoch stimmte etwas nicht, denn ihr Gewicht schwankte ständig und
hatte sie kaum ein paar Gramm zugenommen, waren diese 
spätestens am nächsten Tag wieder weg 😮
Natürlich hatte sie auch bis zum Kragen Darmparasiten und der Husten
wies eindeutig darauf hin, dass auch Lungenwürmer ihr Unwesen treiben.
Infusionen, Aufbaumittel, Schleimlöser und mit Bedacht die erste Entwurmung
gegen die Darmparasiten. Ihr Gewicht stieg und fiel und es dauerte eine 
gefühlte Ewigkeit, bis wir endlich mal 350 Gramm erreicht hatten.
Sicher auch nur, weil sie inzwischen auch Antibiotikum bekam. 

Lucy gibt nicht auf 

Zeitweise musste sie dann Zwangsgefüttert werden, da sie 
auch nicht mehr 
fressen wollte. So wurde sie alle paar Stunden gefüttert, damit das Gewicht 
nicht allzu sehr runter ging. Zu allem Übel kam dann auch noch Durchfall dazu 😟

Anfang Januar ging es langsam bergauf, aber noch immer schwankt ihr Gewicht 
in einer Größenordnung, die bis dato so langanhaltend noch bei keinem
Pflegling vorgekommen ist. 

Inzwischen wurden auch die Lungenwürmer behandelt, da sie endlich die 500 -Gramm
überschritten hat. Allerdings hustet sie noch immer und die Schwankungen 
beim Gewicht bewegen sich teilweise bis zu 50 Gramm rauf und runter 😒
An Winterschlaf ist so noch nicht zu denken. 



Lucy ist einfach bezaubernd 


🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾



Am 13.12.2018 wurde dann die kleine Emma gebracht - sie
wog 226 Gramm und es wimmelte nur so von Flöhen auf ihr.
Sie wurde am Vormittag in MGH von Elisabeth J. gefunden und befand 
sich bereits in einem sehr kritischen Zustand. 



Dennoch bestand Hoffnung, als wir endlich alle Flöhe erwischt hatten,
sie sich auf der Wärmflasche erholen konnte und auch Fencheltee und etwas
Nahrung zu sich genommen hatte.

Doch mit dem Fressen wurde es zunehmend schwierig, da sie nichts bei 
sich behielt. Ein grünschleimiger Kot verhieß nichts Gutes.
Trotz Antibiotikum und Infusionen haben wir am Ende den Kampf
verloren, da sie immer weiter an Gewicht verlor.
In einer Kotprobe fand sich ein Darmsaugwurmei, worauf sie sofort dagegen 
behandelt wurde. Vermutlich war es aber bereits zu spät ....... 😥

Der Darmsaugwurm wurde in früheren Jahren überwiegend 
in Norddeutschland festgestellt. Inzwischen hat er sich auch in Süddeutschland
ausgebreitet. Er ist im Kot nicht immer und auch nicht so einfach festzustellen, 
endet unbehandelt aber immer tödlich. 



R.I.P kleine Emma 🌈😥



🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾



Und was ist nu mit Winterschlaf?

Nun ja, einige Igel halten tatsächlich bereits Winterschlaf, 
aber bei anderen gibt es ein ständiges hin und her. 
Mal lassen sie sich tagelang nicht blicken und dann wieder 
fressen sie täglich ihre Ration bis auf den letzten Krümel.

Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, dass irgendwann
tatsächlich für ein Weilchen Ruhe einkehrt
und alle Winterschlafen 😏



Kurzzeitig waren die  Wintergehege der Stachelritter richtig eingeschneit 👍







Donnerstag, 20. Dezember 2018

R.I.P Schnurri 💔😭






Völlig unerwartet kam die Diagnose und zwischen hoffen 
und bangen hast Du heute Deine letzte Reise angetreten.
Noch immer fassungslos ist schon jetzt spürbar,
welch große Lücke Du hinterlässt.

Gute Reise meine Süsse - we all miss you so much!!!

                                     😭💔 




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