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"Wer Tiere quält
ist unbeseelt
und Gottes guter Geist ihm fehlt,
mag noch so vornehm drein er schaun,
man sollte niemals ihm vertraun."

*** Johann Wolfgang von Goethe***


Freitag, 26. Mai 2017

Warten aufs Sterben - FIP 😪






Es ist Mai und die Natur vollbringt mal wieder ein Wunder - 
denn alles ist grün und blüht. Die Sonne scheint 
und taucht alles in strahlendes Licht.

Leider gibt es auch dunkle Wolken, ebenfalls faszinierend
anzuschauen, aber häufig nichts Gutes verheißend.
Wäre es nur ein Regenschauer, wäre es ein Segen,
aber manchmal hängen sie einem lange nach .....






Das ist Kater Catsolino -


Catsolino - ein außergewöhnlicher Kater




und seine Geschichte wird wohl leider kein Happy End haben ..... *schnief*

Wie alles begann .....

Mein Kater Lucky war damals bereits an FIP 
 erkrankt, als Catsolino erstmals in meinem Garten auftauchte.
FIP -"Feline Infektiöse Peritonitis" wird als ansteckende Bauchfellentzündung
bezeichnet und ist eine virale Infektionskrankheit bei Katzen, die heutzutage
als bedeutendste infektiöse Todesursache bei Katzen anzusehen ist.

Sie entsteht durch die Mutation der Corona-Viren zu FIP-Viren.
Häufig tragen Katzen diesen Virus in sich und entwickeln Antikörper,
bricht die Krankheit aber erstmal aus, ist der Verlauf tödlich!
Bei ihm lag die feuchte (exsudative) FIP vor, die zur Abmagerung 
und gleichzeitig zu starken Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum führt.
Lucky war der Chef des Katzenclans und der Abschied nach vier Wochen
Krankheit war sehr schwer.


Catsolino erschien also im September 2015 zum ersten mal in meinen Garten.
Ausgehungert forderte er lautstark nach Futter.  Er war wohl gerade 
um die 6-7 Monate alt und keiner wusste, wo er herkam oder wo er hingehörte.
Anfangs wollte ich ihn aus vielerlei Gründen nicht füttern .....

Als er aber dann laut miauend beim Nachbarn unter dessen Auto
saß und dieser Nachbar so gar kein Verständnis (mal vorsichtig formuliert :-(
für Katzen hatte, lockte ich in zurück in den Garten und fütterte ihn doch.
Er fraß so gierig, dass man den Eindruck bekam, er hätte wohl schon 
tagelang nichts mehr gefressen. Aber er wollte sich nicht nur satt fressen,
oh nein, er wollte auch ausgiebig schmusen 💓

So ging das von nun an täglich - fast pünktlich zur "vereinbarten" Zeit
erschien er und wollte meistens auch gar nicht mehr gehen.
Die Nächte wurden im Oktober schon kühler und es brach mir 
fast das Herz, ihn immer wieder über den Zaun zu setzen.
Doch meinem kranken Lucky konnte ich nun keinen
neuen Kater "zumuten".
Er lag an seinen letzten Tagen immer unter meinem
stummen Butler und bewegte sich nur noch sehr wenig.




Als mein geliebter Lucky Lucas am 26.10.2015 über die 
Regenbogenbrücke ging, wurde beschlossen, 
Catsolino einen Platz in unserer Katzentruppe zu geben
und damit auch ein Zuhause.

Gesagt getan - er zog bei uns ein. 
Um sich besser einzugewöhnen, hatte er zunächst nur 
durch ein Türgitter Kontakt zu den anderen Stubentigern.
Seltsam war damals allerdings, dass er in der ersten Zeit
fast ausschließlich unter meinem stummen Butler lag.
Da lag sonst eher selten eine Katze, außer Lucky an seinen
letzten Tagen ......

Natürlich konnte er meinen Lucky nicht ersetzen, 
aber es war ein kleiner Trost. Vielleicht kann uns
beim Verlust eines Tieres auch eher ein anderes Tier trösten ......

Catsolino ist ohnehin ein ganz besonderer Kater.
Er war weder auf Krawall aus, noch konnte man 
ihn mit banalen Spielen wie einer "Angel" in Euphorie versetzen. 
Clickern war da schon eher was für den anspruchsvollen Kater,
der inzwischen eine stattliche Größe erreicht hat.
Fraß er damals im Garten noch wahllos alles, 
was Frauchen kredenzte, so wurde er zunehmend wählerischer.
Am allerliebsten das, was Frauchen zu sich nahm 😉
Am Ende landeten wir dann bei Barffutter, was er allerdings
auch nur zeitweise liebte, natürlich nur bestimmte Sorten.





Er fügte sich prächtig in die Katzenriege ein und sein bester
Kumpel wurde Streiky, der im März 2016 zu uns kam.
Die beiden tobten und balgten miteinander um anschließend
nebeneinander ein Schläfchen zu halten. 
Sie sind ein Herz und eine Seele 💕



Bereits 2016 best Friends 


Allerdings gab es des öfteren Auffälligkeiten, die nichts
Gutes erahnen ließen. Catsolino hatte mehrfach Fieberschübe -
bis über 40 Grad und immer über viele Tage.

Als er vor 2 Wochen wieder fieberte, war eine Blutuntersuchung fällig.
Er wurde auf FIV, Leukose und FIP getestet. Wobei FIP nur durch
verschiedene Parameter der Blutwerte vermutet werden kann.
Ein entscheidender Wert war allerdings noch im Normalbereich,
so dass die Hoffnung groß war, dass auch diesmal alles gut ausgeht.






Dem war aber leider nicht so. Bereits 10 Tage nach dem Bluttest 
zeigte sich deutlich der typische Wasserbauch.
Beim Ultraschall wurde das Ausmaß deutlich.
Ein entscheidender Indikator für den Ausbruch der Krankheit war
sicher sein geschwächtes Immunsystem.


Erschöpft nach dem Tierarztbesuch und der Ultraschall-Untersuchung

Inzwischen schläft er viel und Bewegung scheint ihn
sehr anzustrengen. Nur langsam wechselt er 
seine Schlafplätze und bewegt sich eher in Zeitlupe.
Die Krankheit schreitet schnell voran .....

Auch jetzt lässt Streiky seinen Kumpel nicht im Stich -
und pendelt immer zwischen Frauchen und Catsolino
hin und her

Unfassbar, dass er nun den gleichen Weg geht
wie mein Lucky - und das mit gerade mal 2 Jahren 😕

Nun bleibt mir nur, ihn zu begleiten bis zu seiner
letzten Reise und es lässt sich nicht in Worte fassen,
was das bedeutet.


😭




Sonntag, 7. Mai 2017

Miss Stigel im Glück

Miss Stigel

Zugegeben, Miss Stigel ist nicht gerade
ein gängiger Name für einen Igel,
aber dafür gibt es einen ganz plausiblen Grund.

Diese Igelin wurde von der Finderin zunächst 
für ein Männchen gehalten und bekam den Namen: Mr. Stinkigel 
 (sicher nicht ganz unberechtigt *grins*).

Nachdem sich nach der Übernahme herausstellte, 
dass der Mister in Wahrheit eine Miss ist, wurde der Name schmeichelhaft verkürzt.
Und so wurde aus Mister Stinkigel - Miss Stigel.😊

Die kleine Stachelkugel wurde im Okt. 2016 mit gerademal 250 Gramm 
von Silvia K. im Großraum Würzburg gefunden und aufgenommen.
Im telefonischen Kontakt holte sie sich Rat, da sie bis dato
 noch nie etwas mit Igeln zu tun gehabt hatte.
Ich freu mich ganz besonders darüber, dass sie sofort bereit war, sich selbst 
um den kleinen Igel zu kümmern und ihn nicht einfach nur abgeben wollte.  👍
Es folgte ein regelmäßiger Austausch mit Updates per Telefon und 
WhatsApp über den jeweiligen Stand der kleinen Igeldame.

Miss Stigel nach der Aufnahme bei ihrer Finderin

Miss Stigel bezog zunächst den Wintergarten ihrer Finderin
und wurde vorbildlich versorgt.
Im Dezember zog sie dann mit 800 Gramm in ein kleines Außengehege
und bekam dafür ein  nigelnagelneues Igelhaus in dem 
sie mustergültig ihren Winterschlaf hielt.


Igel - Schlaraffenland ;-)

Ein wahrlich stabiles Igelhaus 
Im März erwachte die kleine Stachel-Lady unversehrt und wurde weiter gewissenhaft versorgt. Doch dann ergab sich genau damit ein Problem, da die Finderin aus 
gesundheitlichen Gründen die kleine Stachellady im April nicht hätte versorgen können. 
Für eine Auswilderung war es aber noch viel zu früh! Nun war guter Rat teuer. 
Die Igeldame einfach in Freiheit zu entlassen war nicht wirklich eine Option.

Kurzerhand beschlossen wir, dass Miss Stigel bis Mitte oder Ende Mai
als "Pensionsgast" ins Taubertal kommt und danach wieder
zurück kann an ihren Fundort. Die Übernahme erfolgte 
am 02.04.17 mit 834 Gramm und ihrer Igelvilla.

Miss Stigel nach der Übernahme 

Wenn Igel mit so einem geringen Gewicht gefunden werden, 
empfiehlt es sich, sie über ein Freigehege auf ihre Freiheit vorzubereiten.
Auf diese Weise üben sie schon mal, nach Futtertieren zu graben 🐛

Dummerweise herrscht aber Hochbetrieb im Igeldorf im Taubertal. 
Jedes Gehege und jede Box ist belegt, da mehr Igel stationär sind, als je zuvor! 
Aber ganz nach dem Motto - geht nicht gibts nicht,
muss nun also flugs ein weiteres Igel-Freigehege gebaut werden.

Auch ihre tolle Igelvilla  wurde noch etwas optimiert, da der 
Eingangsbereich für Futternäpfe bisher zu klein war.
Um das Futter nicht ins Freie stellen zu müssen, wird der Eingangsbereich 
etwas verbreitert und der Schlafbereich etwas verkleinert. 😉 


Kleine Futternäpfe passen nun in den Eingangsbereich 

Ein Vorhang am Eingang verhindert Zugluft und hält die Fliegen draußen

Das Freigehege war dagegen schon etwas zeitintensiver - aber am 
Ende des Tages wurde es rechtzeitig fertig, um die erste milde 
Nacht der letzten Wochen zum Umzug zu nutzen. 

Mangels ausreichendem Draht musste improvisiert werden.
Pflastersteine verhindern ein Durchgraben, während 
die Drahtgitter als Überkletterungsschutz herhalten müssen.
Alles in allem sollte das Gehege schließlich ausbruchsicher sein 😎
Schön ist sicher anders, aber wenn man es pragmatisch 
betrachtet, erfüllt es durchaus seinen Zweck!


Dem Umzug ins neue Domizil steht nichts mehr im Wege

Miss Stigel ließ nicht lange auf sich warten und ging auf Erkundungstour. 
Die Freude über die neu gewonnene "Freiheit" war nicht zu übersehen.
So lag sie eine Weile auf dem Rücken im Gras - ein Anblick, 
der mir so bisher auch noch nicht vergönnt war 😍


Miss Stigel im Glück 

Und so wird man auf ganz unterschiedliche Weise für seine Mühen belohnt 
und geht mit einem Lächeln in den nächsten Tag.  

😊





Freitag, 5. Mai 2017

Bonsai-Igel Foxi-Floh

Foxi-Floh am 06.01.17



Heute will ich mal von Foxi-Floh berichten.
Er ist ein sogenannter "Bonsai"-Igel - das sind Igel,
die sich normal entwickeln und auch normal fressen, 
aber dennoch kleiner bleiben und meistens auch nicht das Gewicht
erreichen, wie ihre gleichaltrigen Kollegen. Jedenfalls über
einen längeren Zeitraum. Vermutet wird, dass die 
Ursache in Krankheit und starkem Parasitenbefall liegen könnte. 

Foxi-Floh kam am 26.11.16 zu mir mit 384 Gramm und reichlich
Zecken und Flöhen, sowie einer Verletzung am rechten Zeh.
Antibiotikum und Aufbaumittel, sowie eine erforderliche Entwurmung
zogen sich bis Dezember hin und er entwickelte sich soweit ganz gut.

Trotz ausreichender Futtermenge stagnierte aber sein Gewicht 
irgendwann und so wog er kaum mehr als 600 Gramm.
Egal welche Futtermengen er zu sich nahm, es blieb immer drunter
und er war insgesamt auch deutlich kleiner als seine Artgenossen. 
Soweit kein Problem, denn mit diesem Gewicht konnte er 
unter wachsamen Augen dennoch seinen Winterschlaf antreten.

Ein holpriger Winterschlaf mit Unterbrechungen, wie dies in 
diesem Jahr bei fast allen untergebrachten Igeln der Fall war, folgte.
Große Erleichterung, als er heil aus dem Winterschlaf erwachte.
Sein Fressverhalten war zunächst sehr verhalten,  besserte sich aber
mehr und mehr, so dass er dann am 30.03.17 endlich mal die 
700-Gramm-Marke knackte  😆

Eigens für ihn wurde ein neues Gehege angeschafft und auch mit 
Kunststoffdraht gesichert. Auch bei meinen nächtlichen Rundgängen
im Garten konnte ich ihn im Gehege so gut wie nie beobachten, 
aber dass er fleißig am Graben war, verrieten die Spuren 
von Erde in seinem Eingangsbereich zu seinem Schlafhaus
und in seinem Futternapf.



Ein schickes Gehege für Foxi-Floh




Zunächst lag die Vermutung nahe, dass es sich dabei um 
Ausbruchversuche  handeln könnte, da mittlerweile auch die ersten
 freilebenden Artgenossen im Garten aufgetaucht sind.

Inzwischen erhärtet sich aber ein ganz anderer Verdacht.
Aufgrund von Blutspuren musste er heute aus seinem Nest geholt 
werden. Offene Wunden, welcher Art auch immer, können sich schnell
entzünden und zu ernsthaften Problemen führen.
Es war zwar nur eine kleine Verletzung am rechten Hinterfuß -
die gereinigt und mit Salbe versorgt wurde,
dennoch durfte er eine Nacht bei Vollpension in seiner
alten Box verbringen.

Seine Futterrationen hatte er in den letzten Nächten im Freigehege
lediglich zur Hälfte gefressen und somit lag die Vermutung
nahe, dass sich sein Gewicht kaum nach oben bewegt haben dürfte.
Aber von wegen - die Überraschung war riesig, als er stolze
900 Gramm auf die Waage brachte 😃
Ich staunte nicht schlecht!

Sieht ganz so aus, als hätte der kleine Stachelgeselle reichlich andere
Futtertiere in seinem Gehege gefunden, die ihm sicher besser
schmecken, als die Hausmannskost seiner Pflegestelle. 
Ein abgemurkster Regenwurm lag mal in seinem Gehege,
aber das wäre leider auch nicht die optimale Ernährung.
Bleibt zu hoffen, dass er vielleicht noch anderes Getier zum Verzehr 
ausgebuddelt hat 😋

Denn eigentlich ernährt sich ein Igel in Freiheit von
Laufkäfern und Insekten. Schnecken und Würmer werden häufig 
aus der Not heraus gefressen und übertragen leider
Lungenwürmer, die dann üblen Husten auslösen
und unbehandelt zu Dauerschäden oder Schlimmerem führen.




Foxi-Floh - ein pfiffiger Bursche 




Nun wartet nicht nur er sehnsüchtig auf besseres Wetter,
um bald den Weg in die Freiheit anzutreten.

Nach Dauerregen stehen zwar ein paar mildere Tage an,
aber der Durchbruch für den Frühling ist das nicht.
Spätestens nach den Eisheiligen Mitte Mai wird es
dann ganz sicher passen und ich kenn jemanden,
der dann erleichtert durchatmet 😄


Einen Vorgeschmack auf Frühling bzw Frühsommer
gaben schon warme Sonnenstrahlen im April 😎






Mittwoch, 26. April 2017

Igellady Luna is back again 💗

Luna blickt nun wieder zuversichtlich in die Zukunft  



Igellady Luna hat sich auch in diesem Jahr  nach dem Winterschlaf
 wieder finden lassen 😊💗

Wir hatten ja bereits sehr warme Tage und einen Hauch
von Frühsommer. Seit etlichen Tagen ist es wieder ziemlich kühl
geworden und tageweise haben wir wieder Nachtfröste.
Nicht wirklich toll für all die Pflanzen, die bereits in voller Blüte stehen.
Auch mein Kirschbaum ist in diesem Jahr 3 Wochen früher dran
und wird emsig von riesigen Hummeln besucht. 
Ob er Früchte tragen wird, nach den frostigen Nächten, bleibt abzuwarten.
Besonders erfreulich ist, dass auch die Erdhummeln wieder zurück sind 😊



Herrliche Kirschbaumblüten





Fleißige Hummeln



                 





Luna lebt bereits seit 2012 in und um meinen Garten
und lässt sich meistens finden, wenn alle Reserven aufgebraucht sind.
So wurde sie fast in jedem Jahr behandelt und hat jeweils für
mehr oder weniger kurze Zeit Quartier bezogen. 
Bei dieser Gelegenheit konnte auch immer wieder ihre 
Markierung erneuert werden, obwohl diese gar nicht notwendig wäre.
Luna leidet bereits seit den Anfängen an einer chronischen Bronchenschädigung
und ist immer schon zu hören, bevor sie in Sichtweite kommt.

In diesem Jahr erschien sie am 31.03.2017 in der Nähe der Futterhäuser - 
abgemagert auf 689 Gramm und übersät mit Zecken. 
Sie pfiff buchstäblich aus dem "letzten Loch" und war kaum aktiv. 
Hier lag mehr im Argen, als ihre dauerhafte Bronchenschädigung und der 
Gewichtsverlust durch den Winterschlaf! 





Igeldame Luna nach der Erstversorgung


Inzwischen hat die Behandlung eine deutliche Besserung gebracht, 
auch wenn ihre rasselnde Atmung wohl nie wieder anders wird. 
Dies ist auch der Verdienst einer kompetenten Beratung von Karin Oehl 
aus dem   

Forum.Igel-Hilfe

Sie pflegt unermüdlich seit 40 Jahren kranke, verletzte und 
verwaiste Igel und berät Igelfinder in diesem Forum von 

Pro Igel

Sie hat immer noch eine Idee oder einen Plan B für eine 
Behandlung bei schwierigen Krankheitsfällen. 
Ohne ihre Hilfe hätte so mancher meiner Igelnotfälle nicht
überlebt und ich hätte mir sicher nicht so viel Wissen aneignen können.
An dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön für die 
tolle Unterstützung liebe Karin! 

Nun zurück zu Luna. 
Sie frisst brav und tapfer jede Nacht ihren Napf leer und stellt keine
Ansprüche an den Menüplan. Egal ob Katzenfutter, Rührei, Rinderhack
oder Hühnerflügel, Lady Luna frisst alles und hinterlässt so gut wie keine Reste 👍
Nach dem Saubermachen am Morgen lässt sie sich gern auch noch ein
paar Brocken hochwertiges Katzentrockenfutter schmecken.
Alles in allem eine genügsame Patientin.
So konnte Sie schon wieder gut an Gewicht zulegen und ist nachts 
auch wieder etwas aktiver.

Luna ist ein gutes Beispiel dafür, dass es sich lohnt, sich für diese Tiere 
einzusetzen. Sie hat sogar schon Jungtiere großgezogen und lebt nun schon 
so viele Jahre trotz gesundheitlicher Einschränkung hier in diesem 
Umfeld ein annehmbares Igelleben.

Möglich war dies sicher nur durch die menschliche Unterstützung,
die einem aber am Ende des Tages ein Lächeln ins 
Gesicht zaubert und das Herz aufgehen lässt.

Glücksmomente der ganz besonderen Art und 
eine einmalige Gelegenheit,
das Leben dieser faszinierenden Stachelritter 
zu beobachten und zu begleiten!

💗


Dienstag, 25. April 2017

Igel Benji - Post vom 08.02.17 😏

Igel Benji 

Manchmal ist die Welt ein Dorf - oder besser gesagt,
das (eigene) Dorf ;-)
Ich sitze nichtsahnend beim Tierarzt und die Sprechstundenhilfe
bekommt einen Anruf mit der Frage, ob sich jemand mit Igeln auskennt - 
ich übernehme das Gespräch und erfahre, dass ein Igel bereits
seit Tagen in der Garage einer Familie aufgenommen wurde.
Da er mal frisst und mal nicht, wisse man nun nicht genau,
was man mit ihm machen soll.

Es stellt sich heraus, dass die Familie am anderen Ende
im gleichen Ort wohnt wie ich auch.
Als ich ankomme steht der Igel in einem Karton in der 
Garage mit etwas Stroh bedeckt. Die Tochter hatte ihn
mit Katzenfutter versorgt erzählt mir ihre Mutter. 
Sie erzählt mir auch, dass sie sich bereits um etliche andere 
Tiere kümmern, wie Katzen, Pferde etc.

Ich nehme den Igel mit und schau ihn zu Hause genauer an.
Er hat sehr viele Zecken und wirkt etwas dehydriert.
Es ist ein Igelmann mit 850 Gramm, der vermutlich
bereits aus dem Winterschlaf erwacht ist.
Äußerliche Verletzungen sind nicht erkennbar.

In der Nacht frisst er sein Schälchen komplett leer, ist aber wenig aktiv.
Am nächsten Tag lässt sich ein heftiger Husten vernehmen - vermutlich
Lungenwürmer, die ihm wohl ordentlich zu schaffen machen.

In der Regel gehen die Parasiten mit dem Igel in den Winterschlaf 
und erwachen dann auch mit ihm wieder. Meistens vermehren sie sich dann 
explosionsartig, wenn der Igel ins Warme kommt.



Kotproben von einigen Tagen werden gesammelt und er bekommt
bereits einen Schleimlöser. Montag steht dann der Tierarztbesuch
an um den Parasiten an den Kragen zu gehen.
Igel Rusty wird ebenfalls dabei sein, denn auch bei ihm
ist der Husten inzwischen unüberhörbar.
In diesem Fall dürfte aber geteiltes Leid nicht unbedingt auch 
halbes Leid bedeuten 😏


Nachtrag:

Leider wurde der Post versehentlich nicht auf "öffentlich" gestellt und
erscheint deshalb erst heute :-)

Die gute Nachricht ist, beide Igel haben die Behandlung gut
überstanden und befinden sich nun bereits in Außengehegen.
Die schlechte Nachricht ist, es bleibt so gut wie keine Zeit
für viele Posts, da inzwischen 18 ! Igel versorgt werden wollen.

Dennoch wird es in Kürze Updates der stacheligen Gesellen
geben, denn es ist viel passiert  😁


Montag, 30. Januar 2017

Igel Rusty und der Winter

Ice Rusty - ein ganz braver 

Igel Rusty hat sich inzwischen gut erholt. Er frisst brav
sein Schälchen leer und hat auch schon ordentlich zugenommen.
Um eine Verfettung der Organe zu verhindern, wird die Futtermenge
nun an die Gewichtsentwicklung angepasst. 

Ein Protokoll leistet hier gute Dienste und sollte für jeden Igel
geführt werden. Darin wird auch vermerkt, ob und 
welche Medikamente er bekommen hat (Dosierung und Dauer) 
und ob es Verhaltensauffälligkeiten oder evtl. weitere Krankheitssymptome gibt.





















Ein Notgehege konnte ich ebenfalls schon für ihn besorgen und habe es 
gestern zusammengebaut. Nicht groß, aber mit einer Bodenplatte, die
noch besorgt werden muss, durchaus brauchbar.




Währenddessen macht der Winter Pause. Heute hat es geregnet und
so langsam tauen auch die letzten Schneereste.
Hier noch ein paar Aufnahmen der weißen Pracht der letzten Tage.




"Wildwechsel" 




Meterhohe Schneeverwehungen











Schlittschuhlaufen auf der Tauber

































Freitag, 20. Januar 2017

Igel Rusty gerettet in Wallhausen

Bizarre Gebilde in eisiger Kälte

Wir haben Januar und der Winter macht seinem Namen alle Ehre.
Bis Minus 15 Grad und kälter sind die Nächte - und das nun
schon seit etlichen Tagen. Auch am Tag mit Sonnenschein
gibt es Frost.

Gestern beim Spaziergang mit Hund Ronja wird ein Igel
auf einer Eisscholle im Bach in Wallhausen entdeckt.
Er ist nicht wirklich klein, aber bei diesen Temperaturen
hat er draußen nichts mehr verloren.


Ice Rusty  ;-)

Peter packt ihn kurzerhand ein und nimmt ihn mit nach Hause.
Ein kurzes Telefonat und 2 Stunden später bezieht
er hier im Warmen sein Quartier. 
Danke an Sissi, die ihn extra hierher gebracht hat 💗

Ganze drei Tage waren die Gehege im Haus nun
unbenutzt 😉

Der Eisschollen-Igel wiegt stolze 1200 Gramm
und ist sicher kein Jungtier aus dem vergangen Jahr.
Er hat ziemlich ausgefranzte Ohren und ist übersät von Zecken.
Auch Flöhe hat er im Gepäck.

Gemeinsam rücken wir diesen Plagegeistern auf den buchstäblichen Leib😅
Eine blutige Stelle deutet auf eine Verletzung hin - evtl. hat ihn ein
Hund oder Fuchs aus dem Winterschlaf geholt.



Inzwischen hat er ordentlich gefressen und schläft viel.
Seine Hinterlassenschaften lassen vermuten, dass er wohl 
eine Weile nichts fressbares gefunden hat.
Heute war auch ein leichtes Husten zu vernehmen.
Es bleibt also abzuwarten, ob noch eine ärztliche Behandlung
erforderlich wird und oder ob er nochmals in den 
Winterschlaf gehen kann. 


Rusty - zerzaust, aber Zeckenfrei