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"Wer Tiere quält
ist unbeseelt
und Gottes guter Geist ihm fehlt,
mag noch so vornehm drein er schaun,
man sollte niemals ihm vertraun."

*** Johann Wolfgang von Goethe***


Montag, 11. März 2019

Bericht über Igel im Tauberpegel 2019



                    
Naturschutzgruppe Taubergrund e.V.                                                                                                                Seite 







Der Igel –                                         
erdgeschichtlich gehört er zu den ältesten Säugetieren unserer Erde. Er ist dämmerungs- und nachtaktiv, ein Insektenfresser und hält Winterschlaf.
Igel verfügen über einen hervorragenden Geruchssinn und ihr Gehör reicht weit bis in den Ultraschallbereich hinein. Ihr Sehvermögen dagegen ist nur mäßig ausgeprägt.
Eine Besonderheit ist das Jacobsonsche Organ, ein zusätzliches Sinnesorgan, welches den Igel veranlasst, schaumigen Speichel unter großen Verrenkungen auf seinen Rücken zu spucken. Diese Eigenart der Igel hat natürlich nichts mit Tollwut zu tun.
Die manigfaltigen Eingriffe in unsere Natur bringen den Igel immer mehr in Not. Das Verschwinden von Hecken als Unterschlüpfe und den rapiden Rückgang der Insekten, seinen natürlichen Nahrungstieren, erschweren den kleinen Stachelkobolden zunehmend das Überleben. Lag die Lebenserfahrung eines Igels früher bei 7 – 8 Jahren, so erreicht er heute meist nur noch ein Lebensalter von 2 – 4 Jahren.
Die Gefahren sind vielfältig – allzu aufgeräumte Gärten, der Einsatz von Chemie nicht nur in der Landwirtschaft, Rasenmäher, Tellersensen, Laubsauger, sowie Zäune, Netze, Gruben und Kellertreppen. Auch Teiche, Plastikmüll, Müllsäcke und last but not least Mäuse-bzw. Rattenfallen und Giftköder. Nicht zu vergessen die Garten – und Brauchtumsfeuer und natürlich der Straßenverkehr.
Ein naturfreundlicher Garten, der auch den einheimischen Insekten eine Kinderstube und Nahrungsquelle bietet, sowie durchlässige Zäune, liegengebliebenes Laub und im Sommer diverse Wasserschälchen wären schon eine große Hilfe für die kleinen Stachler. Auch das Zufüttern in nahrungsarmen Zeiten rettet so manches Igelleben. Dabei gilt es zu beachten, dass niemals Milch gegeben werden darf, denn Igel sind hochgradig Lactoseintolerant!  Sie sind Insektenfresser und ihre natürliche Nahrung sind Laufkäfer, Ohrwürmer, Larven von Faltern, Regenwürmer, andere Insekten und auch Schnecken. Igel fressen kein Obst oder Gemüse und sind keine Nager.
Ihr Nahrungsspektrum verrät bereits, dass für sie im Winter keine natürliche Nahrung verfügbar ist. Somit bereiten sie sich im Herbst auf den Winterschlaf vor. Zuerst gehen die Igelmännchen – oft schon im Oktober- in den Winterschlaf, dann folgen die Weibchen und als letztes die Jungtiere, die häufig noch bis zum Frosteinbruch auf Futtersuche sind.

Dies hängt auch damit zusammen, dass die Hauptwurfzeit in Deutschland zu 80 % im August und September liegt, je nach Witterung und Klima in der Region.

Um das nötige Winterschlafgewicht zu erreichen, welches zwischen 600 und 800 Gramm liegt, muss sich der kleine Stachelritter noch ordentlich Fettreserven anfressen. Bei den heutigen Gegebenheiten kein leichtes Unterfangen.
Der Winterschlaf ist kein gewöhnlicher Schlaf, denn sämtliche Körperfunktionen werden auf ein Minimum herabgesetzt. So wird die Herztätigkeit von ca. 180 Schlägen pro Minute auf etwa 8 Schläge pro Minute verringert, sie atmen lediglich 3-4mal anstatt 40-50mal pro Minute und die Körpertemperatur sinkt von 36 Grad auf 5 Grad ab. Der Gewichtsverlust eines Igels während des Winterschlafs beträgt 20-40 % seines Körpergewichts.
Immer mehr Igel sind immer häufiger auf menschliche Hilfe und Unterstützung angewiesen. Doch Vorsicht –
              Nicht jeder Igel braucht Hilfe – aber jede Hilfe muss richtig sein!
Igel stehen unter Naturschutz und dürfen nur aus dringlichen Gründen aufgenommen werden. Sie müssen sach- und fachgerecht versorgt werden und im Anschluss unverzüglich wieder in die Freiheit entlassen werden.
Die Grundregeln für Igel-Finder sind nicht kompliziert: Finger weg von in der Dämmerung oder nachts entdeckten Igeln mit klaren Knopfaugen, sie gehören in die Natur. Tagsüber gefundene Igel sind unabhängig vom Gewicht fast immer sehr krank und in großer Not und müssen in fachkundige Hände. Hier gilt es zu beachten, dass längst nicht jeder Tierarzt über umfangreiches Wissen bezüglich Igeln verfügt. Hilfestellung zu allen Themen findet man unter www.Pro-Igel.de.
Gut erkennbare Merkmale über die Hilfsbedürftigkeit von Igeln sind auch, wenn sich die runden Knopfaugen zu kleinen Schlitzen verengt haben, die eigentlich hinten dickeren Tiere fast walzenförmig sind oder der normalerweise unsichtbare Hals durch eine Hungerfalte erkennbar wird. Weitere Anzeichen sind im Kot ablesbar: ist der grünlich, schleimig oder gar blutig, ist höchste Eile geboten.
Ebenso benötigen Igel Hilfe, wenn sie im Oktober unter 350 Gramm wiegen oder Mitte November noch unter 500 Gramm auf die Waage bringen oder bei Dauerfrost, Schnee und Eis unterwegs sind. Eine Behandlung oder Fütterung darf nur erfolgen, wenn das Tier aufgewärmt ist. Links, Infos und Hilfestellung findet man auch auf meinem Blog: Igeline + Co >  http://aisleng.blogspot.com <
Verfasser: Christine Kilimann


Samstag, 9. März 2019

Igel Lucy zu Besuch bei NABU in MGH

Igelmädchen Lucy 

Zwar schreiben wir bereits den 09. März, aber ich möchte noch einen 
Beitrag aus Januar hinzufügen, bei dem eine gute Bekannte
den Kontakt zur Naturschutzgruppe Taubergrund MGH herstellte.

Kurzerhand erhielt ich eine Einladung, die Kindergruppe
"Tauberhüpfer" zu besuchen und ihnen etwas über Igel zu erzählen,
denn sie hatten am nächsten Tag das Thema 
"Was macht der Igel im Winter ?"
Das passte 👍

Dieser Einladung kam ich sehr gern nach, denn noch immer
wissen die meisten Menschen noch viel zu wenig über 
unsere einheimischen Stachelkobolde.

Zwar waren tatsächlich schon fast alle Igel in ihren 
Außengehegen, um dort Winterschlaf zu halten,
aber längst nicht alle hielten sich daran :-)

Lucy war auf Grund ihrer starken Gewichtsschwankungen
ohnehin noch nicht umgezogen und so durfte Sie mit.
Nichts erreicht Kinder und Menschen generell
mehr, als ein lebendiges Wesen - quasi zum "Anfassen".
Auch wenn die Kinder schnell feststellen mussten, 
dass diese, kuschelig aussehende Kugel mit Knopfaugen 
und Stupsnase sich so gar nicht kuschelig anfühlte 😮😊


Aufmerksam betrachten die Kids das Igelkind




Lucy war unübersehbar der Star in dieser Runde 


Es kam ein reger Austausch in Gang 
und so manches Kind konnte auch 
von Begegnungen mit Igeln im
 eigenen Garten berichten.



























🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾



Rechts im Hintergrund kann man in einer Holzkiste ein Hornissennest erkennen.
Dies wurde bei Elfi auf dem Dachboden entdeckt und als beeindruckendes 
Anschauungsobjekt für die Kinder abgenommen.
Wie ich finde - eine tolle Idee 👍

Anbei noch einige Fotos vom Originalstandort:

Eine imposante Größe !




Das Einflugloch für die Hornissen


Zwei Wespennester unweit davon 

Es sind faszinierende und filigrane Gebilde, die über eine erstaunliche Stabilität 
verfügen. Wie schön, dass es überhaupt noch solche Dachböden gibt,
 auf denen diese Tiere ungestört und geduldet ihren Lebenszyklus leben können. 
👍👍👍


Super ist es auch, dass die Kinder bereits in ganz jungen Jahren mit 
vielen Themen rund um die Natur und ihren Tieren in 
Berührung kommen und vieles darüber erfahren.

Ich hoffe, der Besuch mit Lucy konnte dazu beitragen,
einen kleinen Einblick in das Leben dieser stacheligen Artgenossen zu bekommen.
Eine wichtige Voraussetzung für den Natur- und Tierschutz und den 
Erhalt der Artenvielfalt.           


Es lohnt sich in jedem Fall auch mal ein Blick auf die Homepage  



Über Igel wird es dort auch einen kleinen Bericht geben - 
unter Downloads findet man diesen ab Ende März 
im Jahresheft "Tauberpegel 2019"

Für alle, die jetzt schon neugierig darauf sind - folgt der Text im nächsten Post 😉




Samstag, 2. Februar 2019

Die letzten Igel-Notfälle aus 2018

Wunderschöne Eiskristalle

Inzwischen ist es Winter geworden, auch wenn dieser öfter mal die 
Richtung wechselt :-) Mal gibt es satte Minusgrade und dann
wird es wieder milder und regnet.

Die beiden letzten Igel-Notfälle konnten noch gar nicht veröffentlicht werden,
da mittlerweile 21 Igel zu versorgen waren. Die Aufrüstung für die 
Wintergehege lief auf Hochtouren und nahm jede freie Minute
in Anspruch, damit die Unterbringung ermöglicht werden konnte.

Am 04.12.18 kam Lucy mit 314 Gramm. Sie war davor über eine Woche
bei ihrer Finderin Sabine K. - nahm aber nicht zu.
Hier kam sie an und hatte ordentlich Flöhe im Gepäck. Sie futterte reichlich
und mindestens genauso viel hinterließ sie dann auch 💩

Lucy 

Dennoch stimmte etwas nicht, denn ihr Gewicht schwankte ständig und
hatte sie kaum ein paar Gramm zugenommen, waren diese 
spätestens am nächsten Tag wieder weg 😮
Natürlich hatte sie auch bis zum Kragen Darmparasiten und der Husten
wies eindeutig darauf hin, dass auch Lungenwürmer ihr Unwesen treiben.
Infusionen, Aufbaumittel, Schleimlöser und mit Bedacht die erste Entwurmung
gegen die Darmparasiten. Ihr Gewicht stieg und fiel und es dauerte eine 
gefühlte Ewigkeit, bis wir endlich mal 350 Gramm erreicht hatten.
Sicher auch nur, weil sie inzwischen auch Antibiotikum bekam. 

Lucy gibt nicht auf 

Zeitweise musste sie dann Zwangsgefüttert werden, da sie 
auch nicht mehr 
fressen wollte. So wurde sie alle paar Stunden gefüttert, damit das Gewicht 
nicht allzu sehr runter ging. Zu allem Übel kam dann auch noch Durchfall dazu 😟

Anfang Januar ging es langsam bergauf, aber noch immer schwankt ihr Gewicht 
in einer Größenordnung, die bis dato so langanhaltend noch bei keinem
Pflegling vorgekommen ist. 

Inzwischen wurden auch die Lungenwürmer behandelt, da sie endlich die 500 -Gramm
überschritten hat. Allerdings hustet sie noch immer und die Schwankungen 
beim Gewicht bewegen sich teilweise bis zu 50 Gramm rauf und runter 😒
An Winterschlaf ist so noch nicht zu denken. 



Lucy ist einfach bezaubernd 


🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾



Am 13.12.2018 wurde dann die kleine Emma gebracht - sie
wog 226 Gramm und es wimmelte nur so von Flöhen auf ihr.
Sie wurde am Vormittag in MGH von Elisabeth J. gefunden und befand 
sich bereits in einem sehr kritischen Zustand. 



Dennoch bestand Hoffnung, als wir endlich alle Flöhe erwischt hatten,
sie sich auf der Wärmflasche erholen konnte und auch Fencheltee und etwas
Nahrung zu sich genommen hatte.

Doch mit dem Fressen wurde es zunehmend schwierig, da sie nichts bei 
sich behielt. Ein grünschleimiger Kot verhieß nichts Gutes.
Trotz Antibiotikum und Infusionen haben wir am Ende den Kampf
verloren, da sie immer weiter an Gewicht verlor.
In einer Kotprobe fand sich ein Darmsaugwurmei, worauf sie sofort dagegen 
behandelt wurde. Vermutlich war es aber bereits zu spät ....... 😥

Der Darmsaugwurm wurde in früheren Jahren überwiegend 
in Norddeutschland festgestellt. Inzwischen hat er sich auch in Süddeutschland
ausgebreitet. Er ist im Kot nicht immer und auch nicht so einfach festzustellen, 
endet unbehandelt aber immer tödlich. 



R.I.P kleine Emma 🌈😥



🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾



Und was ist nu mit Winterschlaf?

Nun ja, einige Igel halten tatsächlich bereits Winterschlaf, 
aber bei anderen gibt es ein ständiges hin und her. 
Mal lassen sie sich tagelang nicht blicken und dann wieder 
fressen sie täglich ihre Ration bis auf den letzten Krümel.

Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, dass irgendwann
tatsächlich für ein Weilchen Ruhe einkehrt
und alle Winterschlafen 😏



Kurzzeitig waren die  Wintergehege der Stachelritter richtig eingeschneit 👍







Donnerstag, 20. Dezember 2018

R.I.P Schnurri 💔😭






Völlig unerwartet kam die Diagnose und zwischen hoffen 
und bangen hast Du heute Deine letzte Reise angetreten.
Noch immer fassungslos ist schon jetzt spürbar,
welch große Lücke Du hinterlässt.

Gute Reise meine Süsse - we all miss you so much!!!

                                     😭💔 




🐾
       🐾 
🐾
       🐾
🐾
        🐾
🐾
                                           🐾


Sonntag, 2. Dezember 2018

Keine Zeit für Novemberblues

Nebel zwischen den Hügeln


Wie der Titel verrät, sollte der Post längst online gehen, 
aber wie so oft, kamen wieder etliche Notfälle dazwischen 😏

Nach Theres kam am 22.10.18 Igor jun. -
Heike P. fand ihn mit Durchfall in ihrer Hofeinfahrt.
Zwar hatte er mit 523 Gramm schon ein ganz
ordentliches Gewicht, aber das nutzt nix, wenn
er krank ist.

Igor hat guten Hunger :-)

🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾


Quasi über drei Ecken kam am 06.11.18 der kleine Harry - 
er wurde auf einem Radweg bei Gerolzhofen von Steffi gefunden.
Sabine Z. von der Katzenhilfe Wü organisierte dann eine 
Freundin, die den Kleinen zu mir brachte.
Er kam leider zum Sterben 😢
Bereits in der Box lag er auf der Seite und blieb auch 
nicht auf der Wärmflasche. Er hatte eine ganze 
Armada von Flöhen im Gepäck 😒
Er war nicht nur sehr schwach - 
er hatte bereits seine letzte Reise angetreten.

Er wog gerade mal 206 Gramm und schon ging 
sein Leben zu Ende. Es ist für mich die größte Herausforderung, 
nichts mehr tun zu können und so ein kleines Wesen 
beim Sterben zu begleiten.
😢😢😢


Fundort Harry 

 Ein weiterer Igel  mit 130 Gramm sollte ebenfalls mitgebracht werden-
allerdings war er bereits verstorben. Die Finderin hatte ihn über Nacht
 in einen kalten Vorraum gestellt 😞 😢

Hier wird deutlich, dass bei einem so kleinen Igel immer 
Gefahr in Verzug ist. Er muss dringend ins Warme 
und es zählt häufig jede Stunde!
Das wird leider sehr oft von Findern völlig unterschätzt. 


🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾


So begann der November leider sehr traurig.
Dennoch setzte sich die Folge der Notfälle fort, denn am 
08.11.18 brachte mir Josefine den kleinen Jacky.


Fundort von Jacky- wer findet den Zwerg ?!




Er lag in ihrem Garten in einer Grube und 
wurde vom Hund Jacky entdeckt. 
Glück im Unglück, 
denn rausgekommen wäre er 
da allein ganz sicher nicht mehr.
Bleibt zu hoffen, dass die Grube inzwischen 
abgedeckt wurde.










🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾


Am 16.11.18 holte ich dann bei Elfi in Bad Mergentheim 
drei weitere Notfälle ab 😮 
und spontan fielen mir die folgenden Namen ein:
TIC, TAC, TUC.

Auf den heutigen Tag genau - am 01.12.2014 - bekam
ich von Elfi die ersten 2 Igel aus ihrem Garten - Bubi + Balu.
Beide wurden damals wieder  erfolgreich bei ihr ausgewildert.
Seit dieser Zeit versorgt sie mich mit Zeitungen! 🙏😊
Dafür mal an dieser Stelle ein 💗-liches Dankeschööön!


Wie die Orgelpfeifen ;-)


Bei TIC kämpfen wir noch immer mit Antibiotikum,
da sie Blut im Urin hat und anfangs kaum zugenommen hat.
Noch immer ist unklar, was genau sie hat. 
Eine Narkose für einen Ultraschall stell ein hohes Risiko dar,
da sie leider auch einen massiven Befall von Lungenwürmern hat.
Hier ist definitiv Daumendrücken angesagt, dass die kleine es schafft. 


TIC sitzt immer auf ihrer Wärmflasche 

Eine von vielen Lungenwurmlarven bei TIC

🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾


Doch wer nun glaubt - nu isses aber genug - tja, der irrt.

Am 18.11.18 kam ein weiterer Notfall-Igel dazu.
Um in einer ähnlichen Namensgebung zu bleiben, 
wurde er TOC genannt.





🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾


Die Krönung kam am 28.11.18 - 
der fünfte im Bunde - TEC -
nun wirds eng mit der Namensgebung 😏




Alle fünf scheinen Geschwister zu sein - zumindest ist das 
nahe liegend, aber natürlich sind sie nun einzeln untergebracht.
Igel sind Einzelgänger und auch wenn in vielen Auffangstationen
Igel in Gruppen gehalten werden, so wird von Pro Igel
ausdrücklich davon abgeraten! 

Eines haben Sie allerdings alle gemeinsam - eine satte Belastung 
mit Innenparasiten. Sie husten um die Wette und eine Behandlung 
ist unausweichlich. Teilweise fressen sie schlecht und müssen
im Vorfeld antibiotisch behandelt werden. 

Neben den Behandlungen steht die Frage im Raum - 
wie und wo denn nun all die Stachelnasen nach ihrer Genesung
ihren Winterschlaf halten werden.

Diese Frage wird im nächsten Post erläutert 😉



Montag, 5. November 2018

Igel Stanley und die Kiste von Annelie




Stanley 


Wie versprochen gibt es nochmal Infos zu Stanley -
der im letzten Herbst mit 89 Gramm kam und im Sommer 
endlich in die Freiheit konnte.

Normalerweise werden Igel in Pflege nicht "zahm" - 
und das sollten sie auch nicht.
Damit sie ihre natürliche Scheu vor den Menschen
behalten, sollte der Kontakt während ihrer Pflege auf das 
Nötigste beschränkt werden.

Bei Stanley ist dies auch so gehandhabt worden, 
dennoch war er sehr auf Menschen geprägt.
Sobald er jemanden im Garten auch nur hörte, kam
er aus seinem Schlafhaus und spazierte in seinem Gehege umher. 
Zudem hatte er sich mittlerweile angewöhnt, alles zu 
attackieren und zu beißen, was in seine Nähe kam. 



Eigentlich war Stanley ausgesprochen niedlich -
aber er konnte auch anders ....

In einer Wohngegend mit mittlerweile vielen kleinen Kindern
nicht unbedingt gute Voraussetzungen für eine Auswilderung.
Zwei Experten bestätigten meine Bedenken, ihn Vorort 
auszuwildern. Nun war guter Rat teuer.

Es begann die Suche nach einem geeigneten Ort, 
an dem er zunächst noch zugefüttert werden würde.
Viele Angebote lösten sich leider wieder in Luft auf 
und am Ende des Tages erwies es sich als extrem schwierig,
einen passenden Ort für den kleinen Racker zu finden.

Die Lösung wurde in einem Nachbarort gefunden, 
bei einer, inzwischen sehr guten Freundin :-)
Sie hat einen großen Garten, an den Felder und Wiesen angrenzen.

Ein herrliches Areal 
Vorsichtig erkundet Stanley den Ausgang in die Freiheit 

Nach einigen Tagen nutzte er seine Freiheit und ward leider 
nicht mehr gesehen.  Nach wie vor steht seine Schlafkiste 
und auch Futter und Wasser für ihn bereit. 
Danke liebe Anneliese, dass Du Dich so verlässlich darum kümmerst. 
Wir hoffen sehr, dass er wieder auftaucht und vielleicht sogar 
dort seinen Winterschlaf hält. 


🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾


Auf der Suche nach einem Platz für Stanley traf ich auch 
Annelie. Sie hätte ihn sehr gern bei sich aufgenommen, 
aber leider ist ihr Gelände rund um ihren Garten 
nicht wirklich optimal für Igel. 

So kam es, dass sie mir eine tolle Unterkunft für die 
stacheligen Gesellen überließ - die mit wenigen
Handgriffen nun eine hervorragende Möglichkeit
zum Futtern und zum Winterschlafen bietet.



Zunächst bekam die Kiste einen Boden aus  Siebdruckplatten.
 Die rechte Seite wird das Schlafabteil und mit Stroh befüllt.
Die linke Seite wird das Futterabteil.


Zwei Eingänge sind perfekt


Die Kiste fand direkt hinter den Futterhäusern einen idealen Platz 


Ein weiterer Unterschlupf entstand in einem kleinen Hügel 





Neugieriger Besuch im Garten 






Wenige Regentropfen in diesem trockenen Sommer 




Herrliches Farbenspiel im Herbst 







Mittwoch, 31. Oktober 2018

Halloween 🎃






Diesmal wieder eine Miezi zu Halloween



Fleissig dabei ;-)











Gelungene Werke





Es gab auch herrliche Herbstbilder von Christa -
aufgenommen in Dänemark - 
Pilze wie aus dem Bilderbuch- bildschön!