Welcome to the Blog


Die Gefahren für unseren einheimischen Braunbrustigel

sind vielfältig und er gerät zunehmend in große Not.

Darum kümmere ich mich mit viel Herzblut bereits seit

über 10 Jahren u.a. um diese bedrohte Tierart.

Über 200 Tiere wurden mittlerweile aufgezogen, behandelt,

gepäppelt, medizinisch versorgt und überwintert.

Es kostet enorm viel Zeit, Kraft, Geld und jede Menge Nerven,

aber jedes einzelne kleine Leben ist es wert!

Freitag, 30. Dezember 2016

Neujahrsgebet aus dem Jahre 1883

 
 
 
 
Neujahrsgebet
des Pfarrers von St. Lamberti zu Münster
aus dem Jahre 1883
 
 
Herr, setze dem Überfluss Grenzen
und lasse die Grenzen überflüssig werden.
 
Lass die Leute kein falsches Geld machen
und auch das Geld keine falschen Leute.
 
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Männer an ihr erstes.
 
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.
 
Bessere solche Beamte, Geschäfts- und Arbeitsleute,
die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.
 
Gib den Regierenden gute Deutsche
und den Deutschen eine gute Regierung.
 
Herr, sorge dafür, dass wir alle
in den Himmel kommen - aber nicht sofort.
 
 
 
Vergangenheit ist Geschichte,
die Zukunft ein Geheimnis
und jeder Augenblick ein Geschenk.
 
 
                                                                                         Gelesen bei Karin Oehl
                                                                                                                             und einfach für gut befunden
                                                                                                                                                               und übernommen :-)
 
 
 
 
In diesem Sinne alles Gute für das kommende Jahr !
 
 
Eigene Texte zum Jahreswechsel findest Du hier:

http://aisleng.blogspot.de/2013/01/jahreswechsel-2012-2013.html
Jahreswechsel 2012 > 2013 vom  01.01.2013
 
http://aisleng.blogspot.de/2013/12/das-jahresende-ist-einebesondere-zeit.html
Jahresende - eine besondere Zeit vom  31.12.2013
 
 
 
 
 


Mittwoch, 28. Dezember 2016

Nach Weihnachten kommt der Winterschlaf

🎄

                                                                               

Nach den ersten Frosttagen hat der Winter
eine Pause eingelegt. Es ist relativ mild und regnerisch.
Das Weihnachtsfest ist vorüber und nun geht es mit schnellen
Schritten auf den Jahreswechsel zu.
Ab Morgen werden wieder Millionen für Feuerwerk und Böllerei
ausgegeben und für Wild - und Haustiere wird es wieder eine Schreckenszeit :-(
 
Für die Igel in menschlicher Obhut wird es dennoch höchste
Zeit, die Möglichkeit zum Winterschlafen zu bekommen.
Lediglich solche, die noch Medikamente bekommen oder diese
noch nicht verstoffwechselt haben, sollten noch im Warmen bleiben.
 

Tapsy hat nach einigen Proberunden wieder beschlossen,
festlich zu speisen und denkt nicht daran, auch
nur einen Krümel liegen zu lassen.
 
Tabea hingegen hat sich seit dem 21.12. nicht mehr
blicken lassen. Es deutet alles darauf hin,
dass sie nun ihren Winterschlaf angetreten hat - endlich.

 Cupcake hat nur 3 Tage geprobt und wartet jetzt
schon zeitig darauf, dass endlich aufgetischt wird ;-)
Neben ihm hat seit einigen Tagen Fips sein Quartier bezogen.


 
     

 
Fips hält noch nix vom winterschlafen ;-)

 
 
Nachdem noch Wintergehege fehlen muss improvisiert werden .......
 
 
                                                          
 
und so wird aus einem ausrangierten Schrankelement ein wintertaugliches Igelgehege!
 
Danke an meine Süße und ihren Gatten, die mir dieses stabile Regalelement 
 überlassen und am Feiertag "geliefert" haben.
 
                                                                   


 Ein weiteres Gehege ist bereits in Vorbereitung, allerdings
ist dieses Igelhäuschen relativ klein und so muss außenherum
noch etwas "aufgerüstet" werden. Ein Dach kommt natürlich auch noch drauf. 
Die Chancen stehen also sehr gut, dass auch hier ein Igel
seinen Winterschlaf halten kann.
Danke auch an Steffi, die mir dieses Häuschen überlassen hat.
 
Großer Hasenkäfig auf dem Balkon
 
Im Garten gibt es noch drei weitere Quartiere und somit fehlt noch
eines, um alle elf Igel artgerecht in den Winterschlaf zu schicken.
Am Ende wird es auch in diesem Jahr gelingen,
alle stacheligen Gäste unterzubringen und vielleicht doch noch
ein paar ruhige Winterwochen zu genießen ;-)
 
 
 
 
 

Samstag, 24. Dezember 2016

Weihnachten - Ein 5-Minuten-Gedicht ;-)











Damit Ihr's nicht vergesst – 
heut ist das Weihnachtsfest.
Lasst alle Arbeit liegen 
und widmet Euch den Lieben.

Ob die Deko nun perfekt ist,
und das Essen Sterne Niveau –
was hat das zu bedeuten,
bist Du im Herzen nicht froh.

Zusammen Zeit verbringen,
das ist doch DAS Geschenk,
denn niemand kann Euch sagen, 
wer die Geschicke in Zukunft lenkt.

Ich wünsch Euch schöne Stunden, 
in Harmonie und Kerzenschein,
lasst nicht nur heute Abend, 
den Ärger Ärger sein.

Genießt das Miteinander,
und falls ihr seid allein, 
auch solche Stunden können
durchaus besinnlich sein. 

Herzlichst
Eure 

Aisleng 












Mittwoch, 14. Dezember 2016

Igel Cupcake zieht um

Cupcake liebt fressen und kommt nur selten ganz aus der Deckung ;-)

Nach den vielen traurigen Nachrichten, 
gibt es nun auch mal wieder etwas positives zu berichten.

Tapsy und Tabea üben abwechselnd das Winterschlafen.
Mal kommt der eine tagelang nicht aus seinem Schlafhaus,
und erscheint dann doch wieder und dann lässt sich die
andere nicht mehr blicken um just zu erscheinen, 
wenn man es gar nicht mehr vermutet.

Hier heißt es echt - Geduld üben!
Immer wieder Naßfutter anbieten und abwarten, was passiert.
Da Tapsy aber auch draußen noch ordentlich zugelegt hat,
bekommt er seit zwei Tagen kein Futter und siehe da,
er lässt sich nicht mehr sehen. Mal sehen wie lange.

Diesen Futterentzug kann man maximal 2-3 Tage machen, 
vorausgesetzt, das Tier hat genug Reserven!
Erscheint es doch immer wieder, muss wieder Naßfutter gefüttert werden.
Wasser und eine Notration Trockenfutter sollte immer bereit stehen, 
wenn das Tier den Winterschlaf angetreten hat.

Da Cupcake längst alle Medikamente verstoffwechselt hat
und zeitweise auch ordentlich randaliert, da sein Futter 
bereits rationiert werden musste, ist er nun gestern Abend umgezogen.



Sein Quartier auf dem Balkon war bereits vorbereitet.
Es gibt davon vier Boxen auf dem überdachten 
Balkon, der zur Nord-Ost-Seite zeigt. 
Also keine direkte Sonneneinstrahlung, was den Vorteil hat,
dass die Igel im Frühjahr eher länger im Winterschlaf bleiben
und somit ihre Gefangenschaft besser überstehen.


So sehen dann jeweils zwei Boxen aus

Gestern Nacht war der neugierige Cupcake  dann auch eifrig unterwegs 
und hat das Gehege gründlich inspiziert.
Natürlich wurde auch geprüft, ob sich nicht doch eine
Möglichkeit zum Ausbüchsen findet und/oder weitere Futtermöglichkeiten.
😎


Futtergierig

Trotz des verlockenden Trockenfutters war es nicht möglich,
ein besseres Foto von Cupcake zu machen 😏
Natürlich diente diese Portion nur dazu, ihn aus der Reserve 
zu locken. Bei seinem Kampfgewicht durfte er diese Menge
nicht verspeisen - zu seinem eigenen Besten.

Ist ein Igel im Außengehege untergebracht, muss man 
weiterhin das Gewicht im Auge behalten!
Durch die Kälte und den größeren Auslauf können Tiere durchaus
in der Zeit vor dem Winterschlaf wieder ordentlich an Gewicht verlieren.
Die Futtermenge sollte dementsprechend angepasst werden.

Gewogen wird allerdings nur, wenn sich der Igel außerhalb seines 
Schlafnestes befindet. Dieses sollte nämlich nicht mehr angerührt werden, 
um das, vom Igel mühsam gebaute Nest nicht zu zerstören. 
Gereinigt wird dann auch nur noch die "Futterkammer" und die Lauffläche.

Nun warten noch weitere acht Kandidaten darauf, in ihr 
Winterquartier umzuziehen.
Da im Moment noch sechs Gehege zur Verfügung stehen, 
müssen notgedrungen noch zwei gebaut werden.
Und so gestaltet sich die Vorweihnachtszeit für jeden anders.

😄



Samstag, 10. Dezember 2016

Gehofft - Gebangt - Gekämpft - Verloren * R.I.P kleine Zoe

R.I.P kleine Zoe


Seit Sonntag hat die kleine Zoe ums Überleben gekämpft.
Tapfer hat sie alles mit sich machen lassen und
Nahrung und Medikamente genommen ....

Die Tierärztin gab ihr morgens nochmals eine Infusion
und ein Mittel zur Entgiftung. Zwei weitere Infusionen
wurden fürs Wochenende mitgegeben.





Im Kontakt mit der Igel-Expertin Karin kamen per 
Mail am Nachmittag noch wertvolle Hinweise.
Abends noch in die Apotheke und ein anderes Mittel gegen Durchfall
besorgt, der bis dato nicht besser geworden war.
Seit zwei Tagen konnte sie aber nichts mehr  richtig bei sich behalten.
Ihr Zustand wurde zusehends kritischer .......




Schon am Abend musste sie sich mehrfach übergeben.
Die Nacht hat sie noch überstanden aber am Morgen
lag sie matt in ihrer Box. Die Kräfte schwanden
und trotz Wärmflasche fühlte sie sich kühl an.

Es dauerte lange, bis sie die Augen für immer schloss.
Sie kämpfte bis zum letzen Atemzug und es bricht einem das Herz,
das mit ansehen zu müssen, ohne ihr helfen zu können.
Trotz aller Maßnahmen kam auch für sie jede Hilfe zu spät und so verliert 
fast die Hälfte aller Jungtiere im ersten Jahr ihr Leben. 

😢

Dass sie nun keine Schmerzen mehr ertragen muss,
ist der einzige Trost.

Komm gut ins Regenbogenland tapfere kleine Zoe 💔



Mittwoch, 7. Dezember 2016

Auf Messers Schneide

Igelkind Zoe - eine kleine Kämpferin

Die kleine Zoe kämpft noch immer ums Überleben.
Die zweite Behandlung mit Antibiotikum ist erfolgt und täglich
erhält sie Infusionen, auch zu Hause, da sie extrem viel Flüssigkeit verliert.
Der Durchfall ist mehr grünschleimiges Wasser als alles andere 😟

Es sieht nicht gut aus um die Kleine. Sie rührt auch kein Futter an
und schläft viel. Es bleibt keine Wahl und die kleine Stachelmaus muss 
zwangsgefüttert werden und das mehrmals - immer in kleinen Portionen.
Manchmal ist sie sogar etwas kooperativ und kaut brav den 
Futterbrei aus Fencheltee und Hills, einem Aufbaufutter für Kitten.
Meistens hat sie aber nach ein paar Happen genug und dreht fast angewidert 
das Köpfchen zur Seite, wenn die Futterspritze sich nähert.

Ein häßlicher Husten ist nun auch noch zu vernehmen - sie ist wohl
bis unters Kinn voll mit Innenparasiten , arme kleine Maus.😶




Manchmal liegt sie auf der Wärmflasche, 
aber meistens verkriecht sie sich in den kleinen Karton daneben, 
der mit Küchenkrepp ausgelegt ist. 























Bitte alle Daumen drücken, damit es die tapfere Kämpferin schafft.
Sie ist so knuffig und lässt alles geduldig über sich ergehen  💗

                        

Ein aufmerksamer Blick vor der Fütterung - 







                       

                 
                                                                        
                                                                                                aber danach ist sie meistens total geschafft
                                                                    

































Und der Frost bleibt und lässt die Natur in bizarrer Schönheit erstarren




















Dienstag, 6. Dezember 2016

Notfall-Igel Zoe

Frostig und schön zugleich


Nach etwas milderen Tagen ist der Frost zurückgekehrt.
Nachts bis Minus 8 Grad und auch tagsüber 
kaum über Null.

Sonntag kommt ein weiterer Notruf - ein kleines Igelchen läuft
auf einem Bauernhof Nähe Würzburg herum - nachmittags.
Zum Glück hat Monika die Kleine gleich ins Haus genommen -
in einen Karton und in ein Handtuch gewickelt. 
Da sie Hunde hat kann die Kleine dort nicht bleiben.

Um 17:30 Uhr Übergabe der kleinen Stachelkugel
am vereinbarten Treffpunkt. Die Kleine kommt gleich in einen
Transportkorb mit Wärmflasche und wird zu Hause näher untersucht.
Sie ist unverletzt, wiegt 290 Gramm, hat 3 Flöhe und 5 Zecken und interessiert sich
auch in der Nacht nicht im geringsten für das Futter 😕


Zoe bei der Erstuntersuchung 

Ohne Zögern geht es am nächsten Tag zur Tierärztin - 
mit weiteren 3 stacheligen Patienten, die bereits die zweite Dosis 
Antibiotikum benötigen. Bei allen ist der Kot sehr grün und
sehr schleimig und es deutet alles auf eine Darmentzündung hin. 

Die Kleine Zoe bekommt zunächst eine Infusion, da ihr
offensichtlich Flüssigkeit fehlt, dann gibt es ein Aufbaumittel und ein Antibiotikum.
Sie hat grünschleimigen Durchfall und in der Kotprobe befinden sich massenhaft 
Eier von Darmhaarwürmern 😞 Diese müssen mit Flubenol behandelt werden, 
aber erst, wenn die Kleine stabil ist.

Die Zwangsfütterung am Sonntag war wenig erfolgreich,
aber bereits heute Abend klappt es besser.
Die Medikamente scheinen zu wirken und die Kleine interessiert 
sich sogar für das Rührei 😊
Zwar ist sie noch nicht über dem Berg, aber es gibt Hoffnung!


Die kleine Zoe nach der Fütterung

Zoe ist Igel Nr. 12, der nun Quartier bezogen hat *uff seufz*
So viele auf einmal waren es noch nie.
Es wird verdammt eng und die Käfige und Boxen sind längst alle belegt-
von Winterquartieren ganz zu schweigen.....
Hier ist in diesem Jahr guter Rat teuer und Kreativität gefragt 😵
Es wird spannend ......



Trotz herrlichem Sonnenschein ist es klirrend kalt,
aber wunderschön anzusehen.


























Donnerstag, 1. Dezember 2016

Igel stehen unter Naturschutz !




Vor allem zu dieser Jahreszeit herrscht wieder Hochsaison
in der Igelpflege. Leider sind viele Tiere inzwischen auf menschliche
Hilfe und Unterstützung angewiesen, da der Eingriff in die Natur 
und die Vernichtung ihrer Nahrungs- und Lebensräume immer häufiger 
ihre Existenz und ihr Überleben bedrohen. 

Laut Gesetzt darf eine "Entnahme" aus der Natur
nur aus dringenden Gründen erfolgen, welche sind:
Krankheit, Verletzung, verwaiste Igelsäuglinge oder viel zu 
geringes Gewicht bei Wintereinbruch.

Nun gibt es zahlreiche Igelfinder und Experten, die hervorragendes 
für diese Stachelkugeln leisten und unzählige stachelige Leben retten - Jahr für Jahr.

Es gibt aber leider auch Leute, die Igel aufnehmen, aber keine 
Notwendigkeit sehen, sich näher mit dem Thema "Igel" zu beschäftigen.
Tierliebe in allen Ehren, aber bitte mit Sachverstand.

Die Tiere werden häufig weder annähernd artgerecht gehalten, noch
artgerecht ernährt, geschweige denn sachgerecht medizinisch versorgt.
Viele Igel werden am Ende "totgepflegt" - und das ist kein Kavaliersdelikt!
Hier geht es immer um das Leben eines Tieres, sei es noch so klein.

Aus diesem Anlass sei noch mal ausdrücklich
darauf hingewiesen, dass Igel unter Naturschutz stehen!
Zwar sollte das nicht das einzige Kriterium sein, überhaupt
einem Tier in Not zu helfen, aber in letzter Konsequenz 
bedeutet es eben auch, dass man sich kundig machen muss!


Pro Igel hat dazu einen Auszug auf der Homepage erstellt:


   

           AUSZUG AUS DEN GESETZLICHEN
          BESTIMMUNGEN IN DEUTSCHLAND


Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)                    
                                                             
in der Fassung vom 25. März 2002 (= Artikel 1 des Gesetzes zur Neuregelung des Rechts des Naturschutzes und der Landschaftspflege und zur Anpassung anderer Rechtsvorschriften) enthält die einschlägigen Bestimmungen.
Igel gehören nach dem Gesetz zu den besonders geschützten Tierarten.

BNatSchG § 42 - Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten
(1) Es ist verboten,
1. wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu
fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Entwicklungsformen, Nist-, Brut-,
Wohn- oder Zufluchtstätten der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu
zerstören,
(2) Es ist ferner verboten,
1. Tiere und Pflanzen der besonders geschützten Arten in Besitz oder Gewahrsam zu nehmen, in Besitz oder Gewahrsam zu haben oder zu be- oder verarbeiten,
2. Tiere und Pflanzen der besonders geschützten Arten ....
a) zu verkaufen, zu kaufen, zum Verkauf oder Kauf anzubieten, zum Verkauf
vorrätig zu halten oder zu befördern,
b) zu kommerziellen Zwecken zu erwerben, zur Schau zu stellen oder sonst zu
verwenden.

BNatSchG § 43 – Ausnahmen
(6) Abweichend von den Verboten des § 42 Abs. 1 Nr. 1 sowie den Besitzverboten ist es vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften ferner zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen. Die Tiere sind unverzüglich in die Freiheit zu entlassen, sobald sie sich dort selbständig erhalten können.

Das Tierschutzgesetz (TierschG)
in der Fassung vom 25. Mai 1998, (geändert durch Artikel 2 des Gesetzes ... vom
12. April 2001) enthält einschlägige Vorschriften über die Voraussetzungen zur
Tierpflege:
TierSchG - Zweiter Abschnitt: Tierhaltung
§2 Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.




Eine ausführlichere Version ist unter dem folgenden Link zu finden:







Dienstag, 29. November 2016

Frostige Nächte und ein weiteres Igelkind

Foxi - 384 Gramm 

Seit vorgestern sind die Nächte frostig. Welch ein Glück,
dass Foxi einen Tag zuvor gefunden wurde - 
im Futterhaus 😊

Anhand der Hinterlasschenschaften war klar, dass 
noch ein kleines Igelkind im Garten unterwegs sein muss.
Besonders gut sahen diese Spuren aber leider nicht aus.

Obwohl die Überwachungskamera Tag und Nacht aufzeichnet,
ist es zunächst nicht gelungen, diesen kleinen Knirps zu entdecken.
Irgendwie hat er es wohl immer geschafft, ungesehen 
ins Futterhaus zu gelangen. 
Doch als das Futter am Samstag mal etwas verzögert serviert 
wurde, saß der Kleine schon erwartungsvoll im Futterhaus.
Da hatten wir wohl beide Glück 😉

Er ist ein kleiner Kämpfer und wehrhaft wie ein Großer.
Tapfer kugelt er sich ein und hält dicht - zunächst keine Chance
für eine nähere Untersuchung oder gar eine Zeckenzange.
Doch mit Geduld und Ausdauer lies er dann doch einen
Blick auf seine Unterseite zu und auch ein paar lästige
Mitbewohner konnten erfolgreich entfernt werden *freufreu*

Nach dem Schock mit Little Sweetie ist die Sensibilität
für Symptome und Krankheitsanzeichen nun besonders hoch.
Die erste Nacht lässt etwas aufatmen - er frisst eigenständig
und ganz ordentlich und hat  am nächsten Morgen zugenommen 👍

Bei einem Wildtier, wie dem Igel, bedeutet das aber keineswegs
Entwarnung. Durch die Aufnahme in Menschenhand und den 
damit verbundenen Stress, bricht oft bei kranken Igeln das
Immunsystem zusammen. Es entwickelt sich eine Sekundärinfektion,
die häufig nicht erkannt und viel zu spät oder gar nicht behandelt wird.

Die motivierten Finder sind dann häufig völlig überrascht,
wenn so ein Tier trotz Futter und Unterbringung dann "unvermittelt" stirbt.
Es heißt dann oft, er war doch so munter und fit und hat
gefressen ........und 3 Tage später ist er plötzlich tot.
So geschehen erst vor einigen Tagen in der Nähe von Würzburg.

Hier hilft nur Aufklärung und sich selbst "schlau machen"!
Wissenschaftlich fundierte Informationen findet man unter:

www.pro-igel.de


Mit Kost und Logie allein ist kranken Tieren leider nicht zu helfen.
Und selbst was die Haltung und Ernährung betrifft, kursieren unglaublich viele
Fehlinformationen - vor allem im WorldWideWeb.
Nicht selten bezahlen die Tiere diese Unwissenheit ihrer Helfer
mit dem Leben😶 

Bei Little Sweetie wurde alles unternommen, was möglich war,
aber für sie kam dennoch jede Hilfe zu spät. Wäre sie ein paar Tage früher gefunden 
worden, hätte sie vielleicht noch eine Chance gehabt, aber so war ihr Zustand 
schon höchst bedenklich.

Wer hilfsbedürftige Tiere aufnimmt muss sich bewusst sein, dass 
vielleicht nicht jedes Tier zu retten ist.
Dennoch schmerzt es sehr, einem sterbenden Tier in die Augen 
zu schauen - es gleicht einem Blick in seine Seele
und hinterlässt Spuren ....


Was viele Menschen vielleicht gar nicht wissen - 
der Igel steht unter Naturschutz und darf
nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen
der Natur "entnommen" werden - wie es im Amtsdeutsch heißt.
Dies ist dann aber mit der Verpflichtung verbunden, das
Tier artgerecht zu halten und zu ernähren bzw. zu pflegen und 
man muss über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.


Ein Auszug aus dem Bundesnaturschutzgesetz  folgt ....





Klein Foxi nach dem Wiegen 

Donnerstag, 24. November 2016

R.I.P Little Sweetie




Als die kleine Maus kam, wog sie 298 Gramm und war in keinem guten Zustand.
 Sie wurde mir von dem Pferdehof gebracht, 
von dem auch Cupcake kam und wo  bereits ein Igelchen durch 
den Hofhund zu Tode kam. 
Sollte sie aus dem Wurf von Cupcake stammen, 
wäre sie mit diesem Gewicht extrem leicht .....

Little Sweetie am ersten Tag

Es zeigte sich schnell, dass die Kleine kaum Futter annahm
und was raus kam, war alles andere als "normal" ....

Die Kotprobe ergab einen massenhaften Befall mit
Darmhaarwürmern und Kokzidien .....





.....hier bestand noch Hoffnung für die Kleine

Zunächst gab es noch Hoffnung, dass die Infusion
und die Aufbaupräparate anschlagen würden.
Doch ihr Fressverhalten wurde nicht besser auch fühlte sie
sich morgens kühl an 
😕

Alarmstufe rot bei so einem Kot
Trotz Zwangsfütterung verlor sie weiter an Gewicht
und hatte inzwischen fast ein drittel ihres Gewichts verloren !
Der Kot sah so aus wie oben und nun hieß es Alarmstufe rot - 
wieder zum Tierarzt - Antibiotikum, Infusion und Aufbaumittel - 
ihre gesamte Darmflora war zusammengebrochen.
Es stand Spitze auf Knopf !


Wieder zu Hause bekam sie eine neue Wärmflasche und
zunächst sah alles gut aus. Sie lief zum Wassernapf und
schlief neben ihrer Wärmflasche.....

...... doch später - zur Fütterungszeit wendete sich das Blatt
schlagartig - sie fühlte sich wieder sehr kühl 
an und wirkte bereits sehr schlaff ....
Kein gutes Zeichen ! Trotz Wärmflasche 
wurde sie gar nicht mehr richtig warm ....

..... sie hatte sich bereits auf den Weg über die Regenbogenbrücke gemacht ..... 
   😢 


Gute Reise kleine Sweetie

💗





Samstag, 19. November 2016

Igel Fussel auf dem Weg der Besserung

Bei Dauerregen auch für einen Kater nicht der schlechteste Platz 😉

Nachdem die frostigen Tage vorüber sind, regnet es Bindfäden .....
und Kater "Django" hat es sich im Stroh der Igel- Unterschlüpfe gemütlich gemacht. 
Hier kann er den Mäusen auflauern und zwischendurch 
immer mal ein Nickerchen machen.

😼


Bei Igelchen Fussel geht es aufwärts - nachdem er 
tagelang nur über eine Spritze Futter aufgenommen hat,
frisst er seit zwei Tagen endlich selbst vom Tellerchen 👍

Fussel - satt und zufrieden 😋
Seine beiden Abzesse heilen ab und endlich nimmt er auch an Gewicht zu.
Allerdings plagt ihn nun auch ein starker Husten :-( 
Den werden wir dann nächste Woche behandeln lassen müssen.


Tapsy und Tabea müssen beim Futter inzwischen etwas gedrosselt werden - 
sie haben nun die 700 Gramm-Marke geknackt und sind heute Abend
in ihre Außengehege auf den Balkon umgezogen. 








Die Futtermenge wird schon seit einiger Zeit rationiert, 
da ein Jungigel im ersten Jahr die 800 Gramm möglichst nicht
überschreiten sollte - es droht sonst eine Verfettung der Organe.
Diese beiden könnten ständig futtern und randalieren gewaltig,
wenn es nix mehr gibt.



Tabea - immer bissi zerzaust 😏




Tapsy - immer hungrig  😆



Wenn dann alle Behandlungen abgeschlossen sind, folgen auch die anderen
Stachelkugeln in die Außengehege, wie Falco, Foxi, Fips, Finchen
und natürlich Capcake, der inzwischen ausgesprochen wehrhaft ist.  😀



Unter Scherzen und Lachen sind es nun doch wieder
acht Wintergäste geworden
😄

Bleibt abzuwarten, ob noch weitere Notfälle kommen -
dann muss Plan B her .....